Hallo, Otto Fricke !
Sie, Otto Fricke,
sind FDP-Haushaltsexperte und äußern sich als solcher auch zur Mehrwertsteuer: »Es ist niemandem zu erklären, daß etwa Babywindeln mit 19 und edle Zuchtpferde mit sieben Prozent besteuert werden.«
Aber Herr Fricke! Unerklärlich sind diese Tatsachen auf keinen Fall. Da gibt es zum Beispiel einen Guido Westerwelle, der lange Zeit als das beste Pferd in Ihrem Saustall galt. Westerwelles Lebenspartner heißt Michael Mronz, der u.a. als Geschäftsführer der Aachen-Reitturnier-GmbH für die Vermarktung des CHIO Aachen – des sogenannten Weltfestes des Pferdesports – zuständig ist.
Finden Sie es da wirklich noch unerklärlich, daß »edle Zuchtpferde« unter den ermäßigten Mehrwertsteuersatz fallen? Und wenn Sie sich jetzt noch vergegenwärtigen, daß Westerwelle und Mronz zwar auf vielen Hochzeiten tanzen, in ihrer Lebensplanung allerdings eher wenig Platz für Kinder sehen, dann dürfte auch der volle Satz für Babywindeln verständlich sein.
Was für mich hingegen schwer erklärlich ist: Wie hat es einer, der offenbar nicht mal die Basics in Sachen Klüngelei und Networking begriffen hat, bis zum haushaltspolitischen Sprecher der FDP gebracht? Sollte Ihre Partei inzwischen schon so weit heruntergekommen sein, daß sie für solche Posten nicht mal mehr halbwegs geeignete Mitarbeiter findet? Das erklärte jedenfalls einiges.


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